
Irish Setter "Grouse II" des Rev. Robert O‘Callaghan
Irish Setter Rüde „Rover“
des Rev. J.C. Macdona de Landres,
Nr. 6139 K.C.C.B ,
ging in den Besitz des Prinzen Albrecht zu Solms, Braunfels über.
Rover stammt
von Beauty a.d Grouse des Rev. O'Callaghan .
Seine Maße waren:
Schulterhöhe 62 cm,
Kopflänge 26 cm,
Schnauze 10 cm,
Behang lang 17 cm, breit 11 cm,
Hals 21 cm,
Rücken 61 cm,
Rute 49 cm,
Ellenbogen vom Hintermittelfuß 19 cm
(Zeichnung aus der 4. Ausgabe des Buches von Stonehenge Dogs of the Br. J.)
Champion Garry-Owen
(Nr. 8262 K.C.St.B.)
von Ch. Palmerston a. Ch. Belle
Besitzer Mr. J.J. Giltrap,
Hon.Secret. des Irish Red Setter-Club zu Dublin.
Garry-Owen war von tadellosem Bau, sehr gutem, glatt anliegendem Behang mit
prächtiger Feder und von schöner mahagonirother Färbung mit einem kleinen weißen Stern
auf dem Oberkopf und schmalen weißen Halsstreifen. Garry-Owen siegte seit 1879 auf
allen größeren Ausstellungen, wird aber nicht im Zusammenhang mit
Field-Trials erwähnt.
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historie
Der irische Setter unterscheidet sich vom englischen Setter und Gordon-Setter
zunächst und am auffälligsten durch seine rothe oder rothgelbe Färbung. Die erste
Erwähnung der Setter in Irland finden wir in dem zu Anfang dieses Jahrhunderts
erschienenen englischen Werke: „The Sportman´s Cabinet“ (Nr. 1803) worin u. A.
bemerkt wird, dass die irländischen Spotsmen dem Setter den Vorzug vor dem Pointer
geben, da die Felder in vielen Districten ihres Landes ausgedehnt, sehr uneben
(ruppy) und steinig wären.
In Betreff der äußeren Erscheinung des damaligen irischen Setter schweigt indes
der Autor. Auf dem Titelblatt der 1805 erschienen „Cynocolographia Brittanica“ ,
die drei Settervarietäten darstellt, ist der irische Setter einfach roth coloriert,
jedoch mit einer breiten, weißen, vom Oberkopf über Nase und Lippe hinabreichenden Blässe.
Der irische Setter ward zu
jener Zeit weit höher geschätzt als der englische und der schottische
Setter, für
Ersteren wurden durchschnittlich 50 Pfund, für sehr schöne
Exemplare bis 200 Pfund bezahlt. Ebenso bemerkt Richardson, der etwa zur
selben Zeit schrieb, dass ein Preis von 100 Pfund für einen guten
Irish Setter nichts ungewöhnliches sei. Die Rasse war demnach zu jener
Zeit bereits hochgeschätzt, wiewohl man hinsichtlicht der Farbe weniger
streng war wie heutzutage (1894).
Der Irish Setter hat nur eine
kurze Geschichte, welche obendrein manche Widersprüche
enthält. Konkrete Aufzeichnungen über Stammbaum und
Erscheinungsbild namhafter Irish Setter gibt es erst seit der Birmingham-
Austellung 1860, wo eine eigene Klasse für den Irish
Setter eingerichtet wurde.
Diese Aufzeichnungen beschränken sich insbesondere auf Erscheinungsbild,
Farbe, Größenangaben und
Abstammung.
In den Field Trials erregte Rev. Macdona des Landres 1870 Aufsehen mit
seinem Plunket, welcher später an
Mr. Purcell Llewllyn verkauft wurde und
mehrfacher Suchensieger wurde. Plunket wird als sehr kleiner,
hündinartig gebauter Hund geschildert, während er in seiner Gangart und
seiner Stellung beim Vorstehen
die English Setter von Lavarak weit
übertraf.
( Anmerkung:
Lavarack, Züchter und Förderer der English Setter sowie Autor, widmete sein berühmtes Buch
über den Setter -1872-
Purcell-Llewellin).
Idston gibt folgende Schilderung
von Plunket: Dieser Irish Setter zeigt nicht die tiefrothe
Färbung, allein - was von größerer Bedeutung ist - er
zeigt correkten Bau und ist ein vorzüglicher Renner, rasch in der
Wendung, leicht in seinem Galopp, mit einer vollkommenen Beherrschung
seiner Bewegungen, befähigt, jeden Augenblick anzuhalten und mit
Eleganz anzuschließen. Er ist schmal von vorn gesehen, mit einer
prächtigen Stirn, einem feinen mageren Kopf, ein volles
nußbraunes Auge, eine große leberbraune Nase mit
Nüstern, welche sich ausdehnen, wenn sie den Wind fangen. Er hat
den langen, sich nach oben verjüngenden Hals, den breiten
Rücken, die vorspringenden Hüften, die starken Hinterviertel,
den festen, kleinen Fuß und die langen musculösen
Schenkel des echten irischen Setter, geeignet für den rauhen Sport
seiner heimathlichen Insel oder für die Berge Schottlands mit
ihren Granitblöcken.
In der letzten Hälfte der
80er Jahre (1885 - 1890) erregte auf den Field-Trials die Beautiful
Aveline des Rev. O'Gallaghan Aufsehen, ebenso die kleine Hündin
Little Nell (geworfen 1884), welche
trotz ihres geringen Gewichtes von nur 40 Pfund mit Erfolg gegen die
größeren Hunde lief und für die beste Hündin im
Field-Trial gehalten wurde. Wenn der irische Setter sich für den
praktischen Jagdgebrauch von jeher nicht derselben allgemein
Beliebtheit erfreute, wie der englische Setter, so ist dies lediglich
durch seine im Freien nicht weit sichtbare Färbung bedingt. In der
äußeren Erscheinung machen die besten Irish Setter meistens
einen leichteren und zäheren Eindruck wie die englischen
Setter und Gordon Setter. Man wirft ihnen Eigensinn und
Hartnäckigkeit vor, sie sollen sich schwer dem Dresseur
unterwerfen und das Erlernte häufig bald wieder vergessen.
Dafür sind sie ungemein ausdauernd, von guter Suche und Nase und
lassen bei häufigem jagdlichen Gebrauche nichts zu wünschen
übrig.
(Auszüge aus Ludwig Beckmann: Geschichte und Beschreibungen des Rassen
des Hundes, Braunschweig 1894)
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